Aus
"Mährisches Tagblatt" vom
14.Dezember 1895
Grünfeld
berichtet über einen Besuch bei Liszt:
Ich
habe bereits erzählt, daß ich unverwandt Liszts Hand beobachtete.
Der
Meister hatte dies bemerkt und meinte: "Sie sind erstaunt, daß ich
so knochige, lange Finger habe und man trotzdem meinen Anschlag lobt.
Sehen
Sie, das ist ein weitverbreiteter Irrtum, daß die langen Finger eine gute
Clavierhand machen. Zum Clavierspielen gehören eigentlich fleischige Finger,
oben fettgepolstert. Ich wünschte mir Fettpolster an den Fingerspitzen.
Rubinstein
hat solche, daher ist auch sein Anschlag ein so singender."