Schubert
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6 Moments musicaux für Klavier
Deutsch Verzeichnis 780
opus
94
Moment
musical 780 (1) C-Dur D 780 (2)
As-Dur D 780 (3) f-moll
D 780
(4) cis-moll D 780 (5) f-moll D
780 (6) Des-Dur
Zitat
aus Wikipedia:
Die
Moments Musicaux, D. 780 (op. 94), von Franz Schubert, sind sechs Klavierstücke,
die 1828 erschienen sind. Neben den Impromptus und der Wanderer-Fantasie gehören
sie zu den bekanntesten Klavierstücken Schuberts.
Das
erste Stück (Moderato) zeigt in seiner Motivik bereits
Anklänge an die spätere große Klaviersonate in a-Moll D 845, bleibt
aber im Rahmen eines typischen Charakterstücks der Frühromantik.
Das
zweite (Andantino) entwickelt die bei Schubert typischen
starken Gefühlsausbrüche. Auffallend ist die Verwendung von fis-Moll
als Todestonart der Romantik, die im düsteren und monotonen B-Teil auftritt
und sich zum Ende des Abschnitts in große Dramatik steigert. Das ziellose
Pendelmotiv des A-Teils weist auf das Motiv des verlorenen Wanderers hin, das
einen Großteil der Werke Schuberts prägt.
Das dritte
Stück (Allegro Moderato), auch als Air Russe bekannt, erinnert an die
vielen, meist kurzen Tänze, die Schubert vor allem für das Klavier geschrieben
hat. Im Gegensatz zur düsteren Stimmung anderer Stücke des Zyklus findet
sich hier eher eine Leichtigkeit.
Im vierten Moment
Musical (Moderato) werden klar Anklänge an Bach deutlich, mit dessen Werk
sich Schubert vor allem in der Entstehungszeit stark beschäftigt hat. Eine
latente Zweistimmigkeit im A-Teil, ganz ähnlich der im c-Moll-Präludium
aus dem ersten Band des Wohltemperierten Klaviers, ist deutlich erkennbar.
Das
fünfte Stück (Allegro vivace) zeigt wiederum
einen marschartigen, weniger tänzerischen Charakter voller Dramatik.
Monotonie
und Verlorensein strahlt das sechste und letzte Stück
des Zyklus (Allegretto) aus. Wieder erinnert es an die Wanderer-Metapher. Pendelmotive,
das immer wieder in sich zusammenbrechende As-Dur, oft direkt zugunsten der Parallele
f-Moll strahlt eine tiefe Hoffnungs- und Ziellosigkeit aus.
Die
pianistischen Anforderungen sind in technischer Hinsicht eher gering. Gefordert
wird allerdings ein tiefes Verständnis in die Stücke. Wie in praktisch
allen bekannteren Klavierwerken Schuberts beeindrucken auch die Moments Musicaux
nicht durch Virtuosität, sondern vielmehr durch eine große Vielfalt
an Gefühlswelten, die es gilt herauszuarbeiten.